Kirmesmontagwanderung

Traditionell luden der Historische Verein sowie der SC Gresaubach gemeinsam zur Kirmesmontagswanderung ein, die nach coronabedingter Abstimmung mit dem Lebacher Ordnungsamt mit rund 20 Personen durchgeführt werden konnte.

Die beiden Wanderführer Rudi Schäfer und Klaus Schedler begrüßten alle Teilnehmer bei herrlichem Sommerwetter am Treffpunkt Schottenstadion, insbesondere aber unseren langjährigen Begleiter und Archäologen Eric Glansdorp, um zusammen die Abbaubereiche der Gresaubacher Erzgruben zu durchleuchten.

Zunächst spazierte man durch die Alterbach zur „Rösche”, einem gemauerten Abwasserkanal in den Dörrenbacher Schütten, der als einziges Industriedenkmal der Erzgräberei in unserer Region erhalten geblieben ist, was Eric nochmals ganz deutlich hervorgehoben hat.

Von dort ging es weiter über einen neuen, natürlichen Pfad zum Auslauf besagter rund 200 m langen “unterirdischen Kanalisation” im Bereich von „Hickesen Karl seinen Alpen”, wo demnächst zwei „Bergleute” aus Cottonstahl als Wahrzeichen aufgestellt werden. Von Jürgen Petry kam noch der Hinweis, dass die Bergleute die benötigten Mauersteine beim Rückweg von der Erzlieferung an die Bettinger Schmelze aus dem Steinbruch an der Gottesbelohnung mitgebracht haben.

Danach überquerten wir den Saubach in der untersten Wiese in Richtung Pfaffenbescher Schütten, mit dem tollen Rundweg entlang der früheren Müllhalde bis zur Sinnenbank, mit herrlichem Blick auf die linke Seite unseres Dorfes jenseits des Baches – auch hier gab es vom Historiker ausführliche Infos zu den Grenzkriegen zwischen den Gresaubachern (Lothringen) und den zur Vierherrschaft Lebach gehörenden Rümmelbachern mit Versetzung von Schiedbäumen etc., was Rudi Oster als einziger “Gast” mit viel Ironie über sich ergehen lassen musste.

Anschließend gingen wir – von Hunger und Durst getrieben – den Rückweg durch das „Geisshäuschen” zum Sportplatz, wo es wohlverdiente Kaltgetränke gab und auch ein kleiner Imbiss gereicht wurde.

Dort erläuterte Fossiliensammler Jürgen Petry einigen sehr interessierten Damen anhand einer Reliefkarte noch explizit die relevanten Abbaugebiete und präsentierte sein Unikat: einen versteinerten Fisch aus den heimischen Tonschieferschichten, wahrlich ein grandioses Fundstück!

So langsam plätscherte der Mittag aus und alle gingen nach einhelliger Meinung rundum zufrieden wieder ihrer Wege.

Vielen Dank nochmals an Eric Glansdorp sowie alle teilnehmenden Natur-und Historienfreunde für die angenehme Tour – auf ein neues in 2022, am liebsten ohne Corona.